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30.05.2016 Kategorie: Infos Sozialstation

Überlingen: Spende erleichtert Versorgung sterbenskranker Patienten

Große Freude bei der Sozialstation Überlingen: Eine Spende der Volksbank und des Lions Clubs Überlingen brachte dem ambulanten Pflegedienst 5000 Euro für die Versorgung ihrer Palliativpatienten. Das Geld stammt aus dem Erlös des 2. Lions Benefiz-Golfturniers in Owingen.

Thomas Sorg (links) und Dr. Wolfang Blien (rechts) vom Lions Club Überlingen überreichen dem Vorstandsvorsitzenden der Sozialstation Bodensee, Wolfgang Jauch, einen Spendenscheck im Namen der Volksbank Überlingen. Der Lions Club hat die Spendensumme an die Sozialstation auf insgesamt 5000 Euro aufgestockt.

„Als ich erfuhr, dass der Erlös des Lions Benefiz Golf Cups unserer ambulanten Palliativversorgung zugutekommen soll, war ich schlichtweg überwältigt“, sagte Wolfgang Jauch, Vorstandsvorsitzender der Sozialstation Bodensee e.V., nach der Scheckübergabe. Gerade die Versorgung sterbenskranker Patienten und die Betreuung der Angehörigen, die intensive menschliche Zuwendung benötigen, sind der Sozialstation in kirchlicher Trägerschaft ein zentrales Anliegen. Doch leider würden die medizinischen und pflegerischen Leistungen von den Kranken- und Pflegekassen bei Palliativpatienten in der Regel nicht höher vergütet, obwohl die Versorgung austherapierter Patienten, wie es im Fachjargon heißt, besonders aufwändig ist.

Als Beispiel nannte Wolfgang Jauch mehrmalige Anfahrten zum Patienten – weil er beim eingeplanten Besuch gerade endlich mal schläft oder zu große Schmerzen hat – ebenso unberücksichtigt wie die intensiven Kontakte zu Ärzten und sonstigen Institutionen.

Auch in diesem Zusammenhang stehende spezielle Lehrgänge für die Mitarbeiterinnen – wie zum Beispiel das Erlernen des Umgangs mit den verschiedenen Schmerzpumpen – übernimmt die Sozialstation auf eigene Kosten. Auch der höhere Zeitaufwand, den die Schwestern benötigen, um die sehr komplexe künstliche Ernährung vorzubereiten oder für die möglichst schmerzfreie Umlagerung und Pflege des Patienten – besonders behutsam, Zentimeter für Zentimeter – wird von den Kranken- und Pflegekassen nicht entsprechend vergütet.

Gleiches gilt für die so wichtige Zeit für Gespräche. Zum Beispiel über die Angst vor dem Sterben, ungeklärte Dinge des Lebens – was wird mit den Kindern, wenn die Mutter stirbt, wie kommt mein Mann/meine Frau zurecht ohne mich? – oder jahrelange Überwerfungen mit anderen, die einen nicht gehen lassen, oder auch Glaubensgespräche, um ihnen zu helfen, ihren inneren Frieden zu finden.

„Um diesen christlichen Dienst, die so genannten CaritasPlus-Leistungen, dauerhaft sicherzustellen, sind wir auf Spenden angewiesen“, betonte Wolfgang Jauch. „Daher freut es mich außerordentlich, von Ihnen diese beachtliche finanzielle Zuwendung zu erhalten, um unheilbar erkrankte Menschen weiterhin bestmöglich medizinisch und seelisch unterstützen zu können.“

Rund 40 Golfer und Golferinnen waren der Einladung des Lions Clubs auf den Owinger Golfplatz gefolgt, um Geld für den guten Zweck zu erspielen. „Unser Dank geht an die zahlreichen Sponsoren, allen voran an die Volksbank Überlingen, die uns den großen Spendenbetrag ermöglicht haben“, sagte Organisator Thomas Sorg vom Lions Club. Sponsoren wie Königsegger Walder Bräu, der Golfclub Owingen und das Club-Restaurant, haben dafür gesorgt, dass das Startgeld komplett an die Sozialstation gespendet werden konnte. So kamen inklusive der Spende der Volksbank Überlingen in Höhe von 1500 Euro insgesamt 5000 Euro für die Palliativpflege der Sozialstation zusammen.