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02.12.2015 Kategorie: Infos Sozialstation

Überlingen: Jörg Mattausch erhält goldenes Ehrenkreuz

Das goldene Ehrenkreuz der Caritas ist Jörg Mattausch als langjährigem Vorsitzenden der Sozialstation Überlingen verliehen worden. Die Ehrung mit der höchsten Auszeichnung der Caritas an den Überlinger war der Höhepunkt eines Festaktes, zu dem die Sozialstation Bodensee alle ehrenamtlichen Delegierten in den Torkel nach Salem-Leutkirch eingeladen hatte.

Bernhard Hatt (rechts) ehrt Jörg Mattausch aus Überlingen mit der goldenen Ehrennadel der Caritas. (Foto: Sozialstation Bodensee e.V.)

Bernhard Hatt, Geschäftsführer des Caritasverbandes für das Dekanat Linzgau e.V., hat seit vielen Jahren mit Jörg Mattausch zusammengearbeitet und bedankte sich für dessen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz für die Sozialstation. Seit 1984 im Vorstand der Sozialstation Überlingen und mehr als 20 Jahre 1. Vorsitzender, war Jörg Mattausch bis zur Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Markdorf, Salem, Stockach und Überlingen 1998 mit der Geschäftsführung betraut. 1999 übernahm er den 1. Vorsitz der Überlinger Einrichtung und arbeitete als Vorstandsvorsitzender im Vorstand der Verwaltungsgemeinschaft mit. „Immer mit großem Engagement und stets das Wohl der Mitarbeiter und Patienten im Blick“, lobte Bernhard Hatt. „Wenn man ein Amt annimmt, möchte man es auch ausfüllen. Ich habe das gern gemacht“, war Mattauschs bescheidene Antwort.

Kurz zuvor hatte Jörg Mattausch seinen ehrenamtlichen Mitstreitern bei der Sozialstation Überlingen – Pfarrer Hansjörg Weber, Dr. Claus van de Loo, Walter Ruter und Elisabeth Lohrer – für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt.

Peter Bücken, zuletzt Vorsitzender der Sozialstation Markdorf, honorierte den Einsatz seiner Vorstandskollegen Pfarrer Ulrich Hund, Elisabeth Rist, Daniela Weiss und Franz Biller. Für den Pflegebereich Salem dankte Dekan Peter Nicola den Delegierten Christine Hornstein, Maria Keller, Thomas Kempter und Edilbert Froning für ihre Mitarbeit.

Oswald Stetter, Vorsitzender der Sozialstation Stockach, konnte beim Festakt selbst nicht anwesend sein, dankte aber in einem Brief seinen ehemaligen Vorstandskollegen Pfarrer Siegfried Maier, Gabriele Starz, Martina Siebrecht, Heidi Bach und Klaus Fetscher. 

Nach einem geistlichen Impuls von Dekan Peter Nicola zu Beginn der Veranstaltung, hatte Bernhard Hatt die Entwicklung der Sozialstationen aufgezeigt, die in den 1970er-Jahren gegründet worden waren, um die oftmals überforderte Gemeindekrankenpflege zukunftsfähig zu machen. „Rückblickend kann man feststellen, dass dies mehr als gelungen ist. Die Caritas-Sozialstationen sind in unserer Region der einzige Anbieter, der absolut flächendeckend in der Kranken- und Altenpflege unterwegs ist, ergänzt durch Nachbarschaftshilfe, Haus- und Familienpflege sowie Dorfhilfe“, resümierte der Caritas-Vertreter.

An dem Vorstandsvorsitzenden der neuen Sozialstation Bodensee e.V., Wolfgang Jauch, war es, einen Ausblick zu wagen. Als eine der größten Herausforderungen nannte er den steigenden Bedarf an Arbeitskräften, denn zum einen steige bis 2030 die Zahl der Pflegebedürftigen um 30 Prozent, zum anderen seien bis dahin die Hälfte der heutigen Mitarbeiter im Rentenalter. Dem will die Sozialstation Bodensee in erster Linie mit einem passgenauen Ausbildungskonzept für Wieder-/Quereinsteiger entgegenwirken. Des Weiteren arbeitet die Sozialstation darauf hin, möglichst viele Angehörige in den Pflegeprozess mit einzubinden und bietet Anleitungen, Schulungen und andere unterstützende Maßnahmen an. Auch arbeite die Sozialstation Bodensee am gezielten Ausbau ambulanter Versorgungsstrukturen im häuslichen Umfeld, wie beispielsweise Tagesbetreuung, Tagespflege, Quartierskonzepte und andere Modelle zur effizienteren Versorgung pflegebedürftiger Menschen. „Unsere Arbeit wird sich verändern, aber nicht deren Grundsatz – das christliche Gebot der Nächstenliebe“, so Wolfgang Jauch zum Abschluss.