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24.11.2015 Kategorie: Infos Sozialstation

St. Elisabeth Stockach: Vom zarten Pflänzchen zum Baum

Die Sozialstation St. Elisabeth Stockach, mittlerweile eigenständiger Pflegebereich der Sozialstation Bodensee, hat ihren 40. Geburtstag im Palotti-Saal gefeiert. Unter den rund 150 Gästen konnte Pflegedienstleiterin Karin Schneider auch Bürgermeister-Vertreter Thomas Warndorf, Pfarrer Michael Lienhard sowie einige Mitstreiter der ersten Stunde begrüßen.

Wichtige Wegbegleiter der Sozialstation St. Elisabeth Stockach: Pfarrer Michael Lienhard, Andreas Pfeifer (Vorstand Sozialstation Bodensee), Karl Muffler (Vorsitzender von 1987 bis 1993), Wolfgang Jauch (Vorstandsvorsitzender Sozialstation Bodensee), Monika Haffenegger (Vorsitzende 1993 bis 1999), Oswald Stetter (Vorsitzender 1999 bis 2015) und Bürgermeister-Stellvertreter Thomas Warndorf.

In seinem geistlichen Auftakt dankte Pfarrer Lienhard allen Mitarbeitern für die unermüdliche Arbeit „von Mensch zu Mensch“ und wollte von den Besuchern wissen, was sie an der Arbeit der Sozialstation schätzen. „Dass jeden Morgen jemand kommt und mir die Strümpfe anzieht“, lautete eine Antwort, „Die Schwestern bringen Freude mit“, eine andere. Außerdem seien sie Ansprechpartner bei Problemen und „sehr liebevoll“, war aus dem Kreis der Patienten zu hören. 

350 Patienten werden derzeit von 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ambulant betreut. Das sah in den Anfängen ganz anders aus, wie Karl Muffler berichtete. Er hatte die Gründung 1975 als Pfarrgemeinderatsvorsitzender erlebt. Als die Sozialstation St. Elisabeth am 1. April 1975 ihren Dienst aufnahm, war sie übrigens die erste in der Erzdiözese Freiburg. „Damals haben wir mit zwei Ordensschwestern und 1,5 freien Schwestern angefangen“; erinnerte sich Muffler. „Wenn man sieht, von welch zartem Pflänzchen zu einem Baum sich die Sozialstation entwickelt hat, kann man getrost von einer Erfolgsgeschichte sprechen.“

Zum ersten Vorsitz wurde Stadtpfarrer Heinrich Stier gewählt. 1987 übernahm Karl Muffler den Vorsitz. In seine Amtszeit fiel der Bau der zentralen Sozialstation an der Richard-Wagner-Straße. 1993 bis 1999 leitete Monika Haffenegger die Geschicke der Einrichtung und musste die Stockacher Sozialstation nach dem Abzug der Hegne-Schwestern im Jahr 1992 wieder in ein gutes Fahrwasser bringen. Die Einführung der Pflegeversicherung fiel ebenso in ihre Amtszeit wie die Vorbereitung zum Beitritt in die Verwaltungsgemeinschaft der Sozialstationen Markdorf, Salem, Überlingen und Stockach zum 1. Januar 1999.

„Ohne die Hauptamtlichkeit in der Verwaltungsgemeinschaft wäre der Vorsitz nicht möglich gewesen“, sagte Oswald Stetter, von 1999 bis 2015 ehrenamtlicher Vorsitzender der Sozialstation St. Elisabeth, bis im Sommer dieses Jahres die Sozialstation Bodensee e.V. gegründet worden ist. „Damit haben wir einen Grundstein für das erfolgreiche Fortbestehen unserer Sozialstation Stockach gelegt“, versicherte Stetter.

Den musikalischen Part übernahmen Dieter Schwab, der das Kaffeetrinken auf dem Akkordeon untermalte sowie der katholische Kinderchor St. Oswald unter der Leitung von Zeno Bianchini. „Uns war es wichtig, den Geburtstag mit unseren Kunden gemeinsam zu feiern und die vielen strahlenden Gesichter zeigen, dass es die richtige Entscheidung war“, sagte Pflegedienstleiterin Karin Schneider nach dem gelungenen Nachmittag.