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30.10.2014 Kategorie: Infos Sozialstation

Sozialstationen sollen zusammengelegt werden

Die bisher unabhängigen Sozialstationen Markdorf, Salem, Stockach und Überlingen sollen 2015 zu einer einzigen Sozialstation zusammengelegt werden.

Bei einer Versammlung in Salem haben die Mitglieder die geplante Neuausrichtung der Sozialstation kennengelernt.

Darüber sind die Mitglieder auf einer Veranstaltung im Gemeindehaus Prinz Max in Salem informiert worden. Der Grund für die Umstrukturierung ist die Kirchenstrukturreform.


„Wir brauchen die Fusion, um die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten“, stellte Bernhard Hatt vom Caritasverband klar und hatte gleich zu Beginn der fast zweistündigen Versammlung eine gute Nachricht: „Für die Kunden wird sich nichts oder nur ganz wenig ändern“. Auch für die Mitarbeiter soll alles beim alten bleiben. Für die Vorstände

der Sozialstationen und die Geschäftsführung der Verwaltungsgemeinschaft gibt es  indes noch viel zu tun, bis die neue Struktur der Sozialstation steht. Fachkundige Unterstützung gibt es dabei von Beratern der Firma Solidaris aus Freiburg, die sich unter anderem auf Steuer- und Rechtsberatung sowie Wirtschaftsprüfung im Gesundheits- und Sozialwesen spezialisiert hat. Der Hintergrund der Neuorganisation: Bisher sind die einzelnen Sozialstationen als eingetragene Vereine organisiert, deren Mitglieder die katholischen Kirchengemeinden der jeweiligen Städte und Gemeinden sind. So hat Überlingen 10, Stockach 27, Markdorf 15 und Salem 11 Mitglieder. Die Strukturreform sieht vor, diese Kirchengemeinden zum 1. Januar 2015 zu Seelsorgeeinheiten zusammenzufassen, sodass die Mitgliederzahlen in Überlingen auf drei, in Stockach auf fünf und in Salem und Markdorf auf zwei zusammenschrumpfen. „Weil ein Verein mindestens drei Mitglieder haben muss, droht zwei Sozialstationen die Auflösung“, erklärte Solidaris-Jurist Matthias Häringer den Zuhörern.

Er stellte mehrere Möglichkeiten vor und erläuterte die mit den Vorständen erarbeitete Lösung, bei der die einzelnen Sozialstationen in einem neuen Verein zusammengefasst werden. Bei der sogenannten „Fusion durch Aufnahme“ würden die Sozialstationen Markdorf, Salem und Stockach zunächst der Sozialstation Überlingen beitreten, bevor der zukünftige Verein einen neuen Namen bekommen soll. Dabei habe man sich für Überlingen als aufnehmenden Verein entschieden. „Hierbei haben auch grunderwerbssteuerliche Erwägungen eine Rolle gespielt“, so Matthias Häringer.

Die Mitglieder der neuen Sozialstation sind die bisherigen Mitglieder der Einzelvereine. Schon allein aus Haftungsgründen wird es anstatt eines ehrenamtlichen Vorsitzenden einen hauptamtlichen Vorstand geben. Ein Aufsichtsrat, in dem die einzelnen Pflegebereiche mit je zwei Mitgliedern sowie der Caritas und weiteren sachkundigen Personen vertreten sein werden, soll den Vorstand beraten und kontrollieren. „Sämtliche Mitarbeiter werden zu den bestehenden Konditionen von der neuen Sozialstation übernommen“, versicherte der Jurist.

Um das neue Konstrukt schnellstmöglich auf den Weg zu bringen, bedarf es in den einzelnen Sozialstationen einer Satzungsänderung. Außerdem ist eine Abstimmung mit dem erzbischöflichen Ordinariat Freiburg vonnöten.