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27.09.2014 Kategorie: Allgemeine Infos

Stockach: Sozialstation St. Elisabeth geht mit der Zeit – und fährt elektrisch

Das Erzbistum Freiburg hat das Modellprojekt „elektrisch mobil“ gestartet und die Sozialstation St. Elisabeth Stockach ist mit eingestiegen. Am 25. September ist das Elektrofahrzeug im Beisein von Bürgermeister Rainer Stolz, Stadtpfarrer Michael Lienhard und Vorsitzenden der Sozialstation Oswald Stetter an Geschäftsführer Wolfgang Jauch übergeben worden.

Freuen sich über das erste Elektroauto der Sozialstation St. Elisabeth Stockach: Geschäftsführer Wolfgang Jauch, Vorsitzender Oswald Stetter, Pflegedienstleiterin Karin Schneider, Pfarrer Michael Lienhard, Bürgermeister Rainer Stolz und Altenpflegerin Ruth Keller (von links).

Insgesamt 15 Elektroautos nehmen am dem Modellprojekt teil. In den nächsten drei Jahren werden mobile Pflegedienste und Serviceeinrichtungen von Pfarreien die mit Strom angetriebenen Fahrzeuge im Alltag testen. Dabei wird zu klären sein, ob sich damit Energie und Kosten sparen lassen, ob die Zeit zwischen den Touren zum Aufladen der Batterie reicht und wie sich die Elektroautos im kalten Winter bewähren.

In Rielasingen sind am Donnerstag die ersten acht Elektrofahrzeuge gesegnet und dann – bei einer Rundfahrt – an die weiteren am Test beteiligten Sozialstationen in Engen, Stockach und Konstanz ausgeliefert worden. Für die Sozialstation St. Elisabeth Stockach hat Geschäftsführer Wolfgang Jauch den Renault Zoe in Empfang genommen.

Für ihn hatte die Entscheidung für das neue E-Mobil sowohl ökologische als auch ökonomische Gründe. „Wir wollen zum einen unseren Beitrag dazu leisten, die Natur zur erhalten“, betont Jauch. Darüber hinaus sollen die hohen Wegekosten optimiert werden. Jauch weiter: „Wir wollen Erfahrungen sammeln und eventuell die Weichen für eine neue Mobilität in der Sozialstation stellen“. Damit in Zusammenhang steht auch der geplante Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sozialstation in der Richard-Wagner-Straße 1.

Bürgermeister Rainer Stolz begrüßte den Vorstoß der Sozialstation, sieht aber noch einen langen Weg, bis sich die Elektromobilität in der Gesellschaft durchgesetzt hat. „Wenn die Technologie bald eine Chance haben soll, dann muss sie wirtschaftlich für Herrn und Frau Jedermann erschwinglich sein“.

„Das Angebot des Erzbistums ist eine gute Gelegenheit, ein Elektroauto auszuprobieren, fand Oswald Stetter, Vorsitzender der Sozialstation St. Elisabeth, bevor er dem Konvoi eine gute Fahrt zur nächsten Station wünschte.

 

 

 

Zur Info

Das Projekt „elektrisch mobil“ ist Teil der „InitiativE-BW“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Ziel der Initiative ist es, die Potentiale zur Nutzung von Elektrofahrzeugen bei Industrie, Gewerbe und privaten Institutionen sowie (halb-) öffentlichen Institutionen und einzelner Endverbraucher in Baden-Württemberg zu erschließen. Insgesamt 300 Fahrzeuge sollen in den kommenden drei Jahren in ganz Baden-Württemberg auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden. Die Erzdiözese Freiburg gibt mit ihren 15 Fahrzeugen ein gutes Beispiel und einen guten Anfang. Neben einem Zuschuss von 45 Prozent beim Leasing wird eine Begleitstudie organisiert – so auch bei den Fahrzeugen des Projektes „elektrisch mobil“. Das Erzbistum Freiburg will die Praxistauglichkeit erproben und die ökologischen Vorteile nutzen. Da das Erzbistum seinen Strombedarf komplett aus erneuerbaren Energien deckt - über die kirchliche Energieversorgungsgesellschaft KSE (http://www.kse-energie.de) - ist die Produktion des Stroms für die Elektroautos nahezu CO²-frei. So sollen die Elektroautos - je nach Modell - in der Öko-Bilanz bereits etwa nach 15.000 Kilometern umweltfreundlicher sein als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren.