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10.08.2017 Kategorie: Infos Sozialstation

Markdorf: Kräuterexpertin Cornelia Rick besucht Tagesbetreuung

Die Tagesbetreuung „Sonnenblume“ Markdorf hat am Dienstag einen Kräuternachmittag veranstaltet. Dabei erfuhren die Gäste von Kräuterexpertin Cornelia Rick allerhand über die Wirkungsweisen und Anwendungsgebiete heimischer Wildkräuter.

Cornelia Rick erklärt die Bedeutung der Kräuter.

 

Cornelia Rick hatte einen Korb voll Kräuter dabei. „Beifuß hilft, Fett besser zu verarbeiten und ist gut für Galle und Leber“, sagte sie. Gänsefingerkraut sollte als „Krampfkraut“ in keiner Hausapotheke fehlen. Rosmarin sei sehr belebend, aber bei Bluthochdruck nicht zu empfehlen. Zu jeder Pflanze wusste die Markdorferin, die ihr Wissen auch bei Führungen der Tourist-Information weitergibt, etwas zu erzählen. Als Lichtstab sei früher die Königskerze in die Mitte des Kräuterbuschens eingebunden worden.

Das Binden von Kräuterbuschen sei ein Brauch aus vorchristlicher Zeit, der vom Christentum übernommen worden ist, berichtete Cornelia Rick. Die unterschiedlichen Kräuter sollen Unheil und Krankheiten vorbeugen und durch den kirchlichen Segen wird ihre Wirkungsweise potenziert.

In der Tagesbetreuung, in der demenzkranke Menschen professionell betreut werden, pflegt man diesen Brauch ebenfalls. Am 14. August binden die Gäste ihre Kräuterbuschen, einen Tag später, an Maria Himmelfahrt, kommt Pfarrer Bernhard Pfaff, um sie zu segnen