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26.11.2014 Kategorie: Infos Sozialstation

Häusliche Pflege hat ihren Wert!

Sozialstationen Markdorf, Salem, Stockach und Überlingen planen Petition an den Bundestag.

Die badischen Sozialstationen sammeln Unterschriften für eine Petition.

Neben dem Fachkräftemangel werden für die kirchlichen Sozialstationen steigende Personalkosten zu einer immer größer werdenden Belastung. „Für uns ist eine Bezahlung nach Tarif selbstverständlich“, sagt Wolfgang Jauch, Geschäftsführer der Sozialstationen Markdorf, Salem, Stockach und Überlingen. „Aber die Kassen hinken mit ihren Beiträgen hinterher“, kritisiert Jauch und appelliert an die Krankenkassen, die tarifliche Zahlung anzuerkennen. Mit seiner Forderung steht er nicht alleine da.

Die kirchlichen Sozialstationen in Baden wollen mit einer Petition an den Deutschen Bundestag eine entsprechende Ergänzung des Sozialgesetzbuches (SGB V) erreichen. Caritas und Diakonie fordern von den Krankenkassen eine volle Refinanzierung der tarifbedingten Kostensteigerungen der ambulanten Pflegedienste. Die Kassen müssten endlich die Tarifbindung bei den freien kirchlichen Pflegediensten anerkennen, denn gute Pflege verdiene faire Entlohnung. Eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen mache es noch schwieriger, dringend benötigte Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen.

Konkretes Ziel der Sozialstationen ist, dass der Gesetzgeber in der häuslichen Krankenpflege (SGB V) die Tarifbindung bei den kirchlichen Pflegediensten als Bestandteil einer wirtschaftlichen Betriebsführung anerkennt und tarifvertraglich bzw. nach kirchlichem Arbeitsrecht vereinbarte Vergütungen, auch von den Kassen künftig nicht mehr als unwirtschaftlich abgelehnt werden können. Die Bundestagspetition ist ein weiterer Baustein in der Kampagne „Die häusliche Pflege hat Wert!“, mit der die Sozialstationen von Caritas und Diakonie eine bessere Finanzierung durch die Krankenkassen bewirken wollen.

So geht‘s

Die Bundestagspetition kann im Internet online unterzeichnet werden.

Außerdem liegen Unterschriftslisten während der Bürozeiten von 8 bis 12 Uhr in der Sozialstationen Linzgau Markdorf (Spitalstraße 11), Salem (Leutkirch 20), St. Elisabeth Stockach (Richard-Wagner-Straße 1) und Überlingen (Alte Nußdorfer Straße 1) aus.