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13.10.2016 Kategorie: Infos Sozialstation

Cilla Ganter: „Hab‘s immer gerne gemacht“

Im Rahmen der Kuratoriumssitzung ist Cilla Ganter von der Sozialstation Markdorf in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. 25 Jahre lang hatte die Bermatingerin die Einsätze der Dorfhelferinnen koordiniert.

Markdorfs Bürgermeister Georg Riedmann (rechts) und Sozialstation-Geschäftsführer Wolfgang Jauch verabschieden die langjährige Einsatzleiterin Cilla Ganter mit Geschenken. (Foto: Sozialstation Bodensee e.V.)

Cilla Ganter ist immer dann gefordert gewesen, wenn eine Mutter wegen Krankheit ausfällt – ob mit Beinbruch oder wegen einer Risikoschwangerschaft. Dann schaut sie, welche der Dorfhelferinnen den Einsatz übernehmen kann, gegebenenfalls die Kinder betreut und den Haushalt versorgt. Die Kosten für eine Familienhelferin übernimmt, nach Verordnung eines Arztes, die Krankenkasse.

„Als ich 1991 angefangen haben, hatten wir noch viele Einsätze auf Bauernhöfen“, erinnert sich die 66-Jährige. Damals wurden die ausgebildeten Dorfhelferinnen meistens wochenweise für den ganzen Tag gebraucht. „Heute werden wir vielfach nur tage- und stundenweise angefragt“, sagt Cilla Ganter.

Bürgermeister Georg Riedmann, selbst auf dem Land aufgewachsen, weiß die Arbeit sehr zu schätzen. „Ich bin froh, dass sich der Dienst der Dorfhelferinnen bis heute erhalten hat“, sagte er bei der Verabschiedung. „Die Arbeit verdient unser aller Dank und Respekt“.

„Toll, wie sie sich für die Familien eingesetzt haben“, lobte Wolfgang Jauch, Geschäftsführer der Sozialstation Markdorf, die Arbeit Cilla Ganters. „Die Familien waren Ihnen immer das Wichtigste“, so Jauch. Egal, welche Notlage vorlag, die Einsatzleiterin hätte immer nach den bestmöglichen Lösungen für die Familien gesucht.

„Mir war wichtig, dass es möglichst für die Familien und die Mitarbeiterinnen passt“, sagt Cilla Ganter, die die Einsatzleitung anfangs ehrenamtlich und ab 2001 nebenberuflich gemacht hat.

Um immer auf dem neuesten Stand in punkto Dorfhilfe und Familienpflege zu sein, hat sie regelmäßig an Fortbildungen und Tagungen im Dorfhelferinnenwerk Sölden teilgenommen.

Jetzt geht sie in den Ruhestand. „Ich hab’s immer gerne gemacht. Jetzt wird es Zeit, sich zurückzuziehen“, sagt sie in ihrer bescheidenen Art.