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22.07.2017 Kategorie: Infos Sozialstation

Bürgermeister interessieren sich für Pflegekonzept

Auf großes Interesse bei den Bürgermeistern des Bodenseekreises und des Landkreises Konstanz stieß die Veranstaltung "Ambulant vor stationär – Älterwerden in den eigenen vier Wänden bis zu Lebensende" in Salem-Mitte.

Vorstand Wolfgang Jauch (links), Pflegebereichsleiterin Sigrid Koch (rechts) und Stützpunktmitarbeiterin Ute Lenski (vorne Mitte) mit einigen Bürgermeistern der Region.

Sozialstation-Vorstand Wolfgang Jauch und Bernhard Straßer, Vorsitzender des Betreuungsvereins Schlosssee Salem, hatten dazu eingeladen, um ihr Konzept vorzustellen. Das besondere daran: "Im Idealfall bleibt den Bewohnern bis zum Lebensende der Gang ins Pflegeheim erspart", erklärt Wolfgang Jauch. "Wir wollen eine Struktur aufbauen, damit uns das Älterwerden keine Sorge machen muss."

Bereits heute unterhält die Sozialstation im Haus "Generation+" in Salem einen Pflegestützpunkt, von dem aus die Bewohner der gesamten Wohnanlage mit ambulanter Pflege betreut werden können. Ergänzt wird das Konzept durch unterschiedliche ehrenamtliche Angebote.

Im zweiten Bauabschnitt sind eine Tagespflege und auch eine Nachtpflege geplant. Im ersten Fall werden pflegebedürftige Menschen von einem Fahrdienst geholt und wieder nach Hause gebracht, um tagsüber professionell gepflegt und versorgt zu werden. Bei der "Nachtpflege" sind die Pflegebedürftigen tagsüber in ihrer Familie und verbringen nur die Nacht in der Einrichtung der Sozialstation, um die Angehörigen zu entlasten.

Um diese Angebote in Anspruch zu nehmen, müssen die Betroffenen nicht in der Wohnanlage wohnen, sondern können auch aus den umliegenden Ortschaften kommen. 

"Ich empfinde diese Entwicklung als notwendig", sagte Salems stellvertretender Bürgermeister Peter Frick. "Die Gesellschaft ändert sich und wir müssen dem Rechnung tragen."

In einer kleinen Gemeinde wie Mühlingen (2500 Einwohner, Landkreis Konstanz) ließe sich dieses "große" Konzept nicht umsetzen, fand Bürgermeister Manfred Jüppner. "Aber ich nehme Anregungen als Denkanstoß mit."