Verhinderungspflege

Wenn Sie von der Pflege eine Auszeit nehmen möchten

Entlastungsmöglichkeiten für Pflegepersonen im Verhinderungsfall:

Jede pflegebedürftige Person hat Anspruch auf Verhinderungspflege in Höhe von 1612 Euro im Jahr. Ist die Pflegeperson im Urlaub, krank oder auch nur stundenweise an der Pflege gehindert, weil sie Einkäufe erledigen will, zum Arzt muss oder sich selbst etwas Gutes tun will, dann kann sie die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.

Stundenweise Verhinderungspflege beeinträchtigt die Auszahlung des Pflegegeldes nicht, wenn weniger als acht Stunden/Tag erbracht werden.

Verhinderungspflege können Sie sowohl als Sachleistungsbezieher – Sie erhalten regelmäßig Hilfe durch den Pflegedienst – als auch als Geldleistungsbezieher in Anspruch nehmen.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist, dass die Pflegeperson den Pflegekassen bekannt ist und Sie ein halbes Jahr gepflegt hat.

Ein Beispiel

Sie haben die Pflege Ihres Angehörigen übernommen. Sie wollen nun ein oder zwei Tage in der Woche für einige Stunden etwas unternehmen und brauchen jemanden für ihren Hilfebedürftigen zu Hause. Wir können in diesem Fall in Absprache mit Ihnen Aufgaben der Pflege und Betreuung übernehmen, analog zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Das Pflegegeld bleibt in voller Höhe erhalten und für Sie entstehen keine weiteren Kosten, da eine direkte Abrechnung mit ihrer Pflegekasse erfolgt.

Pflegebedürftige Menschen mit einem Pflegegrad von 2 bis 5 haben Anspruch auf Verhinderungspflege, um damit ihre pflegenden Angehörigen oder anderes privates Pflegepersonal zu entlasten.

Die Angehörigen/privaten Pflegepersonen entscheiden, ob sie mehrere Wochen am Stück oder über das gesamte Kalenderjahr verteilt stundenweise Verhinderungspflege in Anspruch nehmen wollen.